Luna Sonnenschein

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  • #840
    Luna Sonnenschein
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    Shahane ist eine Kartographin und war auf der Suche nach neuen Landstrichen mit der Seehandelsgilde nach Mythodea gekommen und in Neuwaldburg sesshaft geworden. Ihre neue Arbeit in den Archiven war unerwartet schnell von den Naturkatastrophen unterbrochen worden. Die zurückgelassenen Dokumente waren hoffentlich nicht geflutet worden…
    Froh um ihre hohen Lederstiefel in diesem Matsch stapfte sie hinter den anderen her und sah sich mit professionellem Interesse die Karte an.

    „Die Südhälfte hat ziemlich Glück gehabt, wenn ich das so sagen darf.“

    Eine handvoll der Handwerker und Magier, die an der Trockenlegung der Sümpfe gearbeitet hatten, waren ebenfalls mit von der Partie. Sie sollten später die Südstraße erkunden, doch ein Überblick darüber ob ihre Häuser noch standen und wie es in Neuwaldburg aussah interessierte jeden von ihnen.

    #839
    Luna Sonnenschein
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    „Spätestens? Hm, in zwei Wochen. Lieber wäre mir in drei-vier Tagen, damit ich gute Nachrichten habe bevor die Bauern für die Wintergerste Aussaat aufbrechen. Ich werde nochmal rumfragen wer bei der Erkundung mitkommen will.“

    #833
    Luna Sonnenschein
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    „Puh, also eine Schmiede funktionsfähig und sonst nichts. Aber schnell reaktivierbar ist ja schon was Gutes. Ich bin froh dass sich mein Zucht Apperat ausgegangen ist… Ein Notbetrieb in Neuwaldburg wäre großartig! Wir finden bestimmt noch Maurer, die sich für die Reparatur des Ordenshauses und des Lagerhauses und so mit den Zimmerleuten und Tischlern zusammentun können.“

    Luna verkniff sich ein Lachen als es um die Trockenlegung des Gebietes südlich des Flusses ging. Sie nahm die Liste entgegen und überflog die Namen.

    „Ambitioniert. Vieles davon ist nicht mehr nur Sumpf, sondern Brackwasser. Ich glaube nicht dass es viel bringt, zum jetzigen Zeitpunkt viel Arbeit in das Gebiet zwischen den beiden Flussmündungen zu stecken. Bis auf das Wäldchen, wo die Bäume die Erde festgehalten haben, ist viel Boden ins Meer gespült worden. Fluss und Meer kämpfen jetzt zwischen den Sumpflöchern und Trümmerinseln darum ob es Süßwasser oder Salzwasser ist. Ich wüsste nicht wohin man das Wasser zum Trockenlegen leiten könnte. Und wir reden hier wie gesagt von einem Viertel der Ackerflächen im Umland von Neuwaldburg, also…“ Sie suchte in ihren Zetteln herum: „1900 Hektar? Etwas weniger? Das ist viel.“

    „Also ich konzentriere mich fürs Erste auf das Nordufer. Wer am Südufer wohnen will braucht bis auf Weiteres ein Boot. Auch die Straße in den Süden sollten wir vorerst ein Stück über den Treidelpfad zum Bärental laufen lassen und flussaufwärts dann nach Süden zu den benutzbaren Teilen der Straße abbiegen lassen. Zumindest würde uns das viel Ärger ersparen. Hm, oder wir benutzen die Reste der Straße um einen Damm aufzuschütten, damit die Erde nicht weiter abgetragen wird und der Fluss langsam aber sicher das Salzwasser verdünnt… Dann ist auch mein Mangroven-Reis bereit um die Erde weiter festzuhalten und die Entsalzung zu beschleunigen. Ich habe eine Zuchtlinie die sehr salztolerant ist und auch richtige Salzkristalle aus dem Wasser fördert, die könnte man dazu einsetzen… Bringt nur kaum Ertrag… Jedenfalls was festen Boden angeht? Es wird schon ein paar Ernten dauern, um genug Reisstroh einzubringen dass es wieder Sumpf genannt werden kann.“

    „Leute vom Fach zu finden ist jedenfalls eine gute Idee. Wir werden die Liste bei der Essensausgabe aushängen und dem Personal sagen sie sollen jeden darauf aufmerksam machen. Am Besten stellen wir auch einen Vorleser bereit. Das hatte bei der Bekanntmachung von Fisks Regeln sehr geholfen… Wann sollen sie sich wo einfinden? Übermorgen Nachmittag hier am Versammlungsplatz?“

    „Was diese angeblichen Monster angeht habt Ihr recht. Viele werden ruhiger schlafen wenn sie wissen dass Neuwaldburg sicher ist.“

    Luna holte eine Liste hervor und ergänzte die Punkte.

    „Worum wir uns kümmern müssen ist also…

    • Nordufer Ackerflächen bewirtschaften
    • Südstraße erkunden (Damm bauen?)
    • Neuwaldburg erkunden (Monter?)
    • Trockenlegung Experten finden
    • Schmiede in Neuwaldburg reaktivieren

    Ich brauche noch etwas Zeit für das neue Saatgut. Beim erkunden kann ich also nicht mitkommen. Könnt Ihr das übernehmen?“

    #831
    Luna Sonnenschein
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    „Wenn ich anfangen darf… Also ich habe hier die im Sommer berichteten Schäden und den Zustand der Felder eingezeichnet… Ohne Anspruch auf Vollständigkeit leider. Berichte sind selten, und noch seltener sind sie verlässlich.“
    Luna breitet eine Kopie der Juvavum Karte aus, auf der einige Markierungen eingezeichnet sind:

    Juvavum Karte

    Sie beginnt die Markierungen durchzugehen.

    „Die grünen Punkte sind Seuchengefahr, der Rest beschreibt den Grad der berichteten Zerstörung. Grün haben wir die mysteriöse Krankheit der Nordwacht, den verschmutzten Brunnen von Neuwaldburg, die Obdachlosen der Südwacht und das provisorische Lager hier in der Waldwacht.
    Die Seewacht ist völlig zerstört, man kann höchstens die Ruine der Zitadelle zu einem Wachturm umfunktionieren. In der Nordwacht gibt es den Murenabgang. Hier in der Waldwacht den Windwurf. Die Straße in die Südwacht wird Zuwendung brauchen, bevor wieder Karren fahren können. Der genaue Zustand ist aber unklar. Der Eingang des Bärentals ist verschüttet und wird ausgegraben, ansonsten sind bis auf die Zerstörung der Weinernte nur leichte Schäden eingezeichnet. Fisk hat einen Gesellen zur Unterstützung wegen der Trolle geschickt. Auch bei der Südwacht ist die Passstraße verschüttet. Die Felder dort sind zum Glück nur von Süßwasser überschwemmt, da läuft die Trockenlegung schon. Ich habe einen Teil vom Reis der Shionai geschickt, um hartnäckige Flächen nutzen zu können, aber sie hatten leider nicht sehr viel und das meiste brauche ich für die Entwicklung des neuen Saatguts. Der gelbe Punkt beim zerstörten Hafen ist der intakte Leuchtturm.“

    „In Neuwaldburg wurden alle Gebäude außerhalb der Stadtmauern zerstört. Das sumpfige Umland im Süden ist völlig versalzen und steht noch zum Großteil unter Wasser. Das machte ein Viertel unserer Ackerflächen aus. Das sonstige Umland ist durch das Salzwasser momentan unfruchtbar. Ich habe seit der Besprechung im Sommer die Felder entwässern lassen, sodass es trockene Bereiche mit wenig Salz gibt. Dazwischen sind Becken von Salzwasser, die nach und nach mit dem Fluss verbunden werden um ins Meer abzulaufen. Hier hilft uns der Regen, es kann also sein dass ein Drittel der orange eingezeichneten Fläche schon Wintergerste tragen kann. Die könnte nicht nur dieses Jahr noch eine Ernte einbringen, sondern würde dann auch nach dem Winter wieder früh keimen. Das wäre insgesamt zwar nur etwa ein Viertel der gewöhnlichen Ernte im Umland von Neuwaldburg, aber immerhin.“

    „Wir brauchen aber noch Bauern um diese Arbeit zu erledigen… An arbeitssuchenden Bauern mangelt es hier bestimmt nicht, aber die Stimmung ist nach wie vor nicht sehr gut. Der nahende Winter macht es nicht besser. Ich denke hier brauchen wir einen Diplomaten, um die Moral im Flüchtlingslager nicht zu kippen. Immerhin hätten dann nur 350 bis 400 von den über 2500 Flüchlingen die Chance zu ihrer gewohnten Arbeit zurückzukehren. Die Arbeiter, die ich für die Entwässerung rekrutiert habe, denken glaube ich dass der Großteil von ihnen vor dem Winter wieder ihre Höfe beziehen kann… Wenn ich bei dem Mangroven-Reis weiterhin so gute Fortschritte mache, dann kann ich vielleicht bald 150 bis 200 Bauern für die ersten Versuche brauchen. Aber da bleiben immer noch rund 2000 Flüchtlinge übrig.“

    „Etwa 750 Stadtbewohner von Neuwaldburg, also ungefähr die Hälfte, konnte ihre Häuser in der Stadt ja schon wieder bewohnbar machen, sonst hätten wir noch mehr Flüchtlinge hier. Allerdings gehen wüste Gerüchte über die unzumutbaren Umstände um. Geret und das Militär sollten schon gut vorangekommen sein was den Brunnen und den Hauptplatz angeht, also denke ich dass diese Berichte nicht mehr aktuell sind. Und wenn ich höre, dass Ungeheuer in den überfluteten Straßen lauern… Nun, es heißt von anderen dass die Straßen wieder benutzbar seien, also werden die Ungeheuer in den Pfützen nicht sehr groß sein können. Irgendwas wird aber dran sein, denn die Fischerei läuft noch nicht wirklich. Für die Versorgung ist das eine ziemliche Katastrophe. Verlässliche Berichte gibt es allerdings keine, weil jede freie Hand bei der Reparatur und dem Freischaufeln der Straßen eingesetzt wird.“

    Luna machte eine Verschnaufpause und trank einen Schluck Wasser.

    „So ist mein Stand der Lage. Wie steht es um Sekis Schmieden und Minen? Ich denke wir sollten zuerst sammeln was wir wissen und dann einen Plan machen, was wir erkunden und angehen müssen.“

    #827
    Luna Sonnenschein
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    „Den Elementen zum Gruße! Ich bin Luna.“

    Unsicher ob das höflich war oder nicht lugte Luna etwas unter die Kapuze, ob dort die Schnurrhaare oder Krallen von Sekis Kindern zu sehen waren. Dabei wäre ihr fast der Stapel Zettel auseinandergefallen, den sie nun auf einem Baumstamm ablegte und wieder ordnete.

    „Die Berichte des Sommers kennt Ihr, nehme ich an? Ich habe hauptsächlich Informationen über das Umland.“

    #671
    Luna Sonnenschein
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    Neuwaldburger Archiv in neuen Händen

    Die bezaubernde Shahane saba Shilaldara hat die Verwaltung des Archivs übernommen. Sie stammt aus Aranien und folgte dem Ruf des Westens nach Kartographen. Auf ihrem professionellen Aufenthalt in Neuwaldburg war sie von dem Geschick unserer Händler so begeistert, dass sie Juvavum zu ihrer neuen Heimat machte. Die Neuwaldburger Kurier Berichte wurden bereits in ihr neues verbessertes System übernommen!
    Auf die Frage, was an dem System besser sei wenn doch jetzt die Reihenfolge der Berichte völlig durcheinander geraten ist, wurde der Autor dieser Zeilen vor die Tür gesetzt. Shahane beteuert, dass die Berichte in akribischer Sorgfalt in genau der Chronologie abgelegt wurden wie sie sie übernommen hatte. Jegliche Unordnung könne also nur vor ihrer Ankunft die Reihenfolge durcheinander gebracht haben.

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