Antwort auf: Beratung der Arbeitsgruppe Wiederaufbau

Willkommen! Foren Taurus Juvavi Taurus Juvavi IT Wiederaufbau Juvavum Beratung der Arbeitsgruppe Wiederaufbau Antwort auf: Beratung der Arbeitsgruppe Wiederaufbau

#831
Luna Sonnenschein
Teilnehmer

„Wenn ich anfangen darf… Also ich habe hier die im Sommer berichteten Schäden und den Zustand der Felder eingezeichnet… Ohne Anspruch auf Vollständigkeit leider. Berichte sind selten, und noch seltener sind sie verlässlich.“
Luna breitet eine Kopie der Juvavum Karte aus, auf der einige Markierungen eingezeichnet sind:

Juvavum Karte

Sie beginnt die Markierungen durchzugehen.

„Die grünen Punkte sind Seuchengefahr, der Rest beschreibt den Grad der berichteten Zerstörung. Grün haben wir die mysteriöse Krankheit der Nordwacht, den verschmutzten Brunnen von Neuwaldburg, die Obdachlosen der Südwacht und das provisorische Lager hier in der Waldwacht.
Die Seewacht ist völlig zerstört, man kann höchstens die Ruine der Zitadelle zu einem Wachturm umfunktionieren. In der Nordwacht gibt es den Murenabgang. Hier in der Waldwacht den Windwurf. Die Straße in die Südwacht wird Zuwendung brauchen, bevor wieder Karren fahren können. Der genaue Zustand ist aber unklar. Der Eingang des Bärentals ist verschüttet und wird ausgegraben, ansonsten sind bis auf die Zerstörung der Weinernte nur leichte Schäden eingezeichnet. Fisk hat einen Gesellen zur Unterstützung wegen der Trolle geschickt. Auch bei der Südwacht ist die Passstraße verschüttet. Die Felder dort sind zum Glück nur von Süßwasser überschwemmt, da läuft die Trockenlegung schon. Ich habe einen Teil vom Reis der Shionai geschickt, um hartnäckige Flächen nutzen zu können, aber sie hatten leider nicht sehr viel und das meiste brauche ich für die Entwicklung des neuen Saatguts. Der gelbe Punkt beim zerstörten Hafen ist der intakte Leuchtturm.“

„In Neuwaldburg wurden alle Gebäude außerhalb der Stadtmauern zerstört. Das sumpfige Umland im Süden ist völlig versalzen und steht noch zum Großteil unter Wasser. Das machte ein Viertel unserer Ackerflächen aus. Das sonstige Umland ist durch das Salzwasser momentan unfruchtbar. Ich habe seit der Besprechung im Sommer die Felder entwässern lassen, sodass es trockene Bereiche mit wenig Salz gibt. Dazwischen sind Becken von Salzwasser, die nach und nach mit dem Fluss verbunden werden um ins Meer abzulaufen. Hier hilft uns der Regen, es kann also sein dass ein Drittel der orange eingezeichneten Fläche schon Wintergerste tragen kann. Die könnte nicht nur dieses Jahr noch eine Ernte einbringen, sondern würde dann auch nach dem Winter wieder früh keimen. Das wäre insgesamt zwar nur etwa ein Viertel der gewöhnlichen Ernte im Umland von Neuwaldburg, aber immerhin.“

„Wir brauchen aber noch Bauern um diese Arbeit zu erledigen… An arbeitssuchenden Bauern mangelt es hier bestimmt nicht, aber die Stimmung ist nach wie vor nicht sehr gut. Der nahende Winter macht es nicht besser. Ich denke hier brauchen wir einen Diplomaten, um die Moral im Flüchtlingslager nicht zu kippen. Immerhin hätten dann nur 350 bis 400 von den über 2500 Flüchlingen die Chance zu ihrer gewohnten Arbeit zurückzukehren. Die Arbeiter, die ich für die Entwässerung rekrutiert habe, denken glaube ich dass der Großteil von ihnen vor dem Winter wieder ihre Höfe beziehen kann… Wenn ich bei dem Mangroven-Reis weiterhin so gute Fortschritte mache, dann kann ich vielleicht bald 150 bis 200 Bauern für die ersten Versuche brauchen. Aber da bleiben immer noch rund 2000 Flüchtlinge übrig.“

„Etwa 750 Stadtbewohner von Neuwaldburg, also ungefähr die Hälfte, konnte ihre Häuser in der Stadt ja schon wieder bewohnbar machen, sonst hätten wir noch mehr Flüchtlinge hier. Allerdings gehen wüste Gerüchte über die unzumutbaren Umstände um. Geret und das Militär sollten schon gut vorangekommen sein was den Brunnen und den Hauptplatz angeht, also denke ich dass diese Berichte nicht mehr aktuell sind. Und wenn ich höre, dass Ungeheuer in den überfluteten Straßen lauern… Nun, es heißt von anderen dass die Straßen wieder benutzbar seien, also werden die Ungeheuer in den Pfützen nicht sehr groß sein können. Irgendwas wird aber dran sein, denn die Fischerei läuft noch nicht wirklich. Für die Versorgung ist das eine ziemliche Katastrophe. Verlässliche Berichte gibt es allerdings keine, weil jede freie Hand bei der Reparatur und dem Freischaufeln der Straßen eingesetzt wird.“

Luna machte eine Verschnaufpause und trank einen Schluck Wasser.

„So ist mein Stand der Lage. Wie steht es um Sekis Schmieden und Minen? Ich denke wir sollten zuerst sammeln was wir wissen und dann einen Plan machen, was wir erkunden und angehen müssen.“